SJR-KandidatInnen in der Hauptstadt

Die Bewerberinnen und Bewerber der StadtJugendRats-Wahl vom vergangenen März haben als Anerkennung für ihre Bereitschaft zur Kandidatur zwei Tage in Berlin verbracht und dabei Bundespolitik vor Ort erlebt. Begleitet wurden die Jugendlichen von Ersten Bürgermeister Robert Ilg, Stadtrat Friedrich Biegel in seiner Funktion als Jugendbeauftragter, Jugendtreffleiter Jürgen Wolfrum und Birgit Meister von der Stadtverwaltung.

Nach der Anreise mit dem Bus besuchten die Jugendlichen am Nachmittag auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler das Deutsche Parlament. Empfangen wurde die Gruppe zunächst im beeindruckenden Paul-Löbe-Haus schräg gegenüber dem Reichstag. Im zweiten Stock des Gebäudes beriet an diesem Tag der Verteidigungsausschuss über die Drohne Euro Hawk. Etliche Kamerateams, Vertreter der Bundeswehr, Mitarbeiter des Bundestags und Personenschützer bevölkerten die Flure.

Nach dem Mittagessen nahm sich Marlene Mortler im Fraktionssaal der CSU-Bundestagsfraktion eine Stunde Zeit, um über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete zu berichten und die Fragen der interessierten Jugendlichen zu beantworten. Sie nahm zu innenpolitischen Themen, wie Staatsverschuldung und Energiewende Stellung. Aber auch zur Eurorettung, zur Lage in Griechenland und der Türkei wurde sie befragt. Bürgermeister Robert Ilg dankte Marlene Mortler, die mit ihrer Einladung, den außergewöhnlichen Einblick in die Arbeit des Bundestages ermöglichte.  Im Anschluss konnten die Teilnehmer ab 16 Jahren im Plenarsaal eine Stunden lang die Regierungsbefragung verfolgen. Zum Abschluss traf sich die Gruppe wieder, um bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam die Kuppel des Reichstages zu besichtigen.

Am Spätnachmittag und Abend blieb noch genügend Energie zum Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, für einen Sparziergang zur Museumsinsel und zur Erkundung des Alexanderplatzes.

Auch der zweite Reisetag bot viele Eindrücke und Wissenswertes über die Bundeshauptstadt. Bei einer Busrundfahrt vorbei an Sehenswürdigkeiten, namhaften Gebäuden und historischen Orten im Ost- und Westteil der Stadt brachte ein Cityguide den Teilnehmern die Geschichte Berlins, gespickt mit vielen Anekdoten, auf kurzweilige Art näher.

Die Teilung der Stadt Berlin wurde an zwei Punkten besonders anschaulich: Die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße bot Gelegenheit, das komplette Sperrsystem zu sehen und sich über den Hintergrund des Mauerbaus zu informieren. An der East Side Gallery, einem 1,6 km langen erhaltenem Mauerstück, interessierten besonders die Graffitis internationaler Künstler.

Ein letzter Stopp am Potsdamer Platz mit seinen imposanten Gebäuden wie dem Sony-Center oder dem Bahntower rundeten das Besichtigungsprogramm ab, bevor der Bus die Gruppe wieder zurück nach Herbruck brachte. Erster Bürgermeister Robert Ilg freute sich über das vorbildliche Verhalten der teilnehmenden Jugendlichen und wünschte sich weiterhin anhaltendes Interesse am StadtJugendRat und seiner Arbeit.


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